Hallertauer Inline-Tour am 15. August 2012

Am Mittwoch, dem 15. August starteten wir mit 160 weiteren Inlineskater zur Hallerntauer Inline-Tour. 

EhrungWir, das sind Martha Kosz (blind – b1) mit Begleitskater Volker Springhart und Simon Bienlein (blind – B1) mit Begleitskaterin Jana Ziemainz. Johannes mußte die geplante Teilenahme leider aus Gesundheitsgründen absagen. Die Teilnahme diente der Vorbereitung des Fränkischen Schweiz Marathons am 2. September. 

Um 6:00 Uhr starteten wir mit dem Auto von Jana in Nürnberg und waren frühzeitig am Veranstaltungsort Uttenhofen. Von dort ging es mit Bussen zum eigentlichen Startpunkt in Mainburg.  Der Start der Inlinertour war dann um 9:25 Uhr, begleitet von einem Führungsfahrzeug mit fetziger Musik, Polizeifahrzeugen und Begleitmopeds, die dann später sich als wertvolle Unterstützer an den steilen Streckenabschnitten erwiesen. 

Um 12:15 Uhr kamen wir  in Wolzach an, wo wir uns in einer längeren Mittagspause im Festzelt der Kirmes verköstigen konnten. Die Teilnahme von Martha und Simon wurd gesondert gewürdigt und sie erhielen vom Bürgermeister als Andenken je einen Bierkrug überreicht. Neben der großen Mittagspause gabe es noch längere Getränkestopps. 

MarthaVolkerDie Tour führte über teilgesperrte Landstraßen, Wirtschaftswege durch die Hopfenfelder und auf Fahrradwegen durch die Hallertau. Das Wetter war wolkig und mit 22 Grad hatten wir angenehme Temperaturen. Am Nachmittag stiegen die Temperaturen bei sonnigen Abschnitten etwas höher, hielten sich aber durch Fahrten auf schattigen Abschnitten in erträglichem Rahmen.  Die Landschaft war hügelig, so dass auf anstrengende Anstiege wieder Abfahrten folgten. Bei steileren Abfahrten war es dann schwierig und bei einer solchen Abfahrt stürzten Martha und Volker, da sie ohne Sturz in die Menge gefahren wären, die unten am Ende der Abfahrt wartete. Außer dem Schreck ist jedoch nichts enrsthaftes passiert.  Mache Anstiege ließen den Puls auf maximale Frequenz steigen und die Muskeln wollten dann auch nicht mehr so richtig arbeiten. Kopfsteinpflaster in Pausenorten und auch teilweise sehr rauer Asphaltbelag stellten ebenfalls ein hohe Herausforderung  dar.  An einem Getränkepausenort fuhr ein Auto über die Inlinerbremse von Volker, der mit Skates an den  Füssen mit dem Rücken zur Straße stand. Es schien aber nichts passiert zu sein. Als wir auf die Strecke gingen stellte Martha fest, dass der rechte Skate von Volker sich irgendwie komisch anhörte. Die Kontrolle bei einem Halt ergab die Vermutung, dass die Kugellager beschädigt sein könnten. Dan nach zwei Kilometern ein längerer Halt eingeplant war, stieg Volker mit einem Skate ins Auto und Martha fuhr mit Baraba Härtl weiter. Wie gut, dass vom Speedteam weitere Teilnehmer dabei waren! Beim Halt wurde dann festgestellt, dass die Rolle beschädigt war. So wurde sie einfach ausgebaut und Volker fuhr mit 3 Rollen am rechten Skate weiter. Bei dem dann folgenden sehr rauhen Bodenbelag konnte Volker erfahren, dass mit 3 Rollen auf einem rauhen Belag nicht so leicht zu skaten war, als mit 4 Rollen. Auf glatter Straße war kein großer Unterschied zu bemerken. An wenigen Stelle nahmen wir die Hilfe der Mopeds in Anspruch und ließen uns kurze steile Strecken auf oder ab mitziehen.

janasimonhintenZur Statistik:

  • die reine Skatezeit betrug 4 Stunden
  • die Pausenzeit betrug insgesamt3 1/2 Stunden
  • wir erreichten somit eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 14 km/h
  • bei ca. 1/3 der Skatezeit betrug die durchschnitliche Geschwindigkeit 19 km/h
  • es wurden mehrfach Spitzengeschwindigkeiten von 30 km/h erreicht
  • das Smartphon ermittelte einen Kalorienverbrauch von ca. 3000

janasimonWir überstanden die anstrengende Tour erfolgreich und ohne Schaden. Simon hat bewiesen, dass er auch die Marathondistanz in Forcheim überstehen wird, die nicht so anstregend ist, wie die überstandene Tagestour.

Die Bewunderung der anderen Mitskater wurde über die Leistung derblinden Skater häufig und vielfältig geäußert. Ein Skater sagte, dass er am Limit fuhr und von Volker und Martha dann noch überholt wurde. Das war für ihn fast nicht faßbar, da er sich als guter Skater mit Speedskates an den Füßen einschätzte. Jana und Volker stellten zudem fest, dass Begleitskaten für blinde Skater eine höhere Leistung erfordert, als nach seinem eigen Rhytmus skaten zu können. Aber es macht Spaß und wir hoffen doch noch mehr Begleitskater aus dem Team zu finden.

Hallerntauer Inlinertour

Inlinerrennen im September 2012

Im September 2012 finden 3 Inlineskaterrennen mit speziellen Läufen für blinde und sehbehinderte Skater statt.

2. September 2012 cappSportcup in Langenfeld, gestartet wird im Jedermannlauf um 10:15 Uhr mit der Vorgabe 40 Minuten + 1 Runde – hier gibt es nähere Infos

2. September 2012 Fränkische Schweiz-Marathon (Wertung zur Deutschen Meisterschaft), gestartet wird nach dem Feld der Freizeitskater vor den Läufern – zur Ausschreibung

23. September 2012 Bahnrennen in Nürnberg 200 m, 500 m, 1000 m und 2000 m (Wertung zur deutschen Meisterschaft) – zur Ausschreibung

Bei den Meisterschaftrennen wird in 3 Startklassen gestartet

  • B1 = blinde Skater mit Handführung
  • B2 = hochgradig sehbehinderte Skater mit Begleitläufer
  • B3 = sehbehinderte Skater ohne Begleitläufer 

Begleitläufer können bei Bedarf über die Veranstalter gestellt werden. Den Veranstalter (außer Forchheim) bitte direkt anfragen. 

An allen Veranstaltungen können alle blinde und sehbehinderte Inlineskater teilnehmen, welche die Distanzen absolvieren können. Nicht so geübte und dem DRIV nicht angehörige Skater sollten sich vom Begriff Deutsche Meisterschaft nicht abhalten lassen. Es geht auch darum zu demonstrieren, dass Inlineskaten ein für blinde und sehbehinderte Skater geeigneter Sport und eine gute Freizeitbeschäftigung ist. 

Für die Wertung zur DM kommen Sportler aus DRIV-Verein in Betracht, die Platzieurng beim Rennen und die Aufnahme in die Rekordliste bei entsprechender Leistung ist vereinsunabhängig.