Nürnberger Nachrichten am 30.08.2011

 NN30082011

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Es starten:

 2691 Tine Fink B3 mit Volker Springhart als Begleitläufer
2692 Martha Kosz B1 mit Jana Ziemainz als Begleitläuferin
2693 Leyla Nemati B2 mit Josef Riefert als Begleitläufer
2694 Eugen Riske B2 mit Michael Müller als Begleitläufer

Da der Zeitungsartikel als JPG-Datei für blinde Menschen nicht lesbar ist, hier die Fassung des BSBS mit den wesentlichen und erweiterten Informationen des Zeitungsartikels.

 Der Informationsdienst des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes in seinem Rundschreiben vom 30.08.2011
Die Schweiz hat schon ihren Reiz. Überall dort, wo besonders schöne Gebirgslandschaften mit felsigen Hängen und klaren Bächen die Menschen erfreuen, fühlen sie sich wie in der Schweiz. Mit am wenigsten von alledem begnügen sie sich wohl in der „holsteinischen Schweiz“. Neben der „Sächsischen“ erfreut sich jedoch die „Fränkische Schweiz“ besonderer Beliebtheit. Auch wenn ihre höchsten Berge nur um die 650 m aufragen, stimmen doch die Proportionen in der Landschaft. Diese Minischweiz liegt im Raum zwischen Nürnberg, Bamberg und Bayreuth. Abgesehen von den Naturfreunden zu Fuß, haben die Motor- und Tretbiker längst gefallen an den kurvenreichen, schmalen Straßen durch enge Täler gefunden; auch die Speedskater starten dort alljährlich den „Fränkische-Schweiz-Speedskat-Marathon“. Martha Kosz, sie ist 28 und von Geburt an blind, und drei andere sehbehinderte Nürnberger Athleten treten am 4. September beim Fränkische-Schweiz-Marathon an. Das Besondere: Sie fahren keineswegs ihr eigenes Rennen, sondern kämpfen beim regulären Speedskate-Wettbewerb mit Sehenden um die vorderen Plätze. Nur eine gelbe Jacke unterscheidet die blinden Sportler von der Konkurrenz. Inlineskaten, das war für Martha Kosz lange das, was nur die anderen Kinder, die nicht blind waren, machten. Elf oder zwölf Jahre war sie alt -genau erinnert sie sich nicht mehr -, als sie plötzlich selbst auf den schnellen Rollen stand. „Meine Kusine war zu Besuch und mein Vater hat uns einfach Skates gekauft“, erinnert sich die heute 28-Jährige. „Der Fahrtwind, die frische Luft“, das alles habe sie schon damals fasziniert – und seitdem nie mehr losgelassen. „Heute ist sie Deutsche Speedskate-Meisterin im Halbmarathon in der Klasse B1 – vollständig blinde Sportler treten dort gegeneinander an. Mit 15, so erzählte sie den „Nürnberger Nachrichten“, trat Martha Kosz an Volker Springhart, ihren Internatsleiter im Nürnberger Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte, heran. „Ich hab ihm vorgeschlagen, mit Blinden Inliner zu fahren“, erinnert sich Martha Kosz. „Er hielt es für nicht möglich.“ Volker Springhart ließ sich aber dennoch darauf ein. „Wir hatten aber ganz schön zu kämpfen, bis wir die richtige Technik raushatten“, erzählt er. Schließlich stellte sich die einfachste auch als die beste Variante heraus: Springhart nimmt Kosz einfach an die Hand, so wie es einst ihre Kusine getan hatte. Kosz und Springhart (inzwischen 68) trainieren beim Roll- und Eissportverein des 1. FC Nürnberg, kurz Speed-Team – einer Gruppe, in der die Sehbehinderten von Anfang an willkommen waren. „Wir finden immer Begleit-Fahrer, wenn wir welche brauchen“ sagt Springhart. „Über die Jahre wurden es immer mehr Blinde, die mitmachen wollten“, Rund zehn sehbehinderte Sportler zählen nun zum Speed-Team. Nürnberg ist dadurch so etwas wie das deutsche Zentrum des Blindenskatens geworden. Volker Springhart sei es gedankt! Regelmäßig finden hier Deutsche Meisterschaften statt. Respekt hat Martha Kosz vor den Bergen und Tälern der Fränkischen Schweiz. „Vor den Abfahrten habe ich sogar ein bisschen Angst“, sagt sie. Trotz einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 20 Kilometern pro Stunde habe sie sich allerdings noch nie schwer verletzt. Stürze lassen sich nicht ausschließen. Wünschen wir ihr, dass sie beim fränkische-Schweiz-Speedskater-Marathon erfolg hat und vor allem nicht „von den Rollen“ kippt oder was man den Flitzern auf Rollen sonst so wünscht!

Training am Donnerstag, 25.8.2011

Am Donnerstag, dem 25. August 2011 findet das gesamte Training am bbs nürnberg statt, da Volker alleine als Trainer da ist. Da die NN anwesend ist, bitte ich um zahlreiches pünktliches Erscheinen mit Teamanzügen. Nach dem Trainig ist Schwimmen angesagt.

Am 26. August um 17:00 Uhr und am 1. September um 18:30 Uhr Training nur für die Marathonteilnehmer an der Steintribüne.

Am Marathon werden von uns teilnehmen:

Martha Kosz B1 mit Jana Ziemanz als Begleitläuferin
Eugen Riske B2 mit Michael Müller als Begleitläufer
Leyla Nemati B2 mit Josef Riefert als Begleitläufer
Tine Fink B3 mit Volker Springhart als Begleitläufer