Bericht DM Halbmarathon Kerpen 8.5.2011

Am 7. Mai 2011 starteten wir mit einem Leihbus um 8:30 Uhr nach Bergheim, wo uns Josef Riefert zu einem Vorprogramm und der Übernachtung in „seiner“ Turnhalle erwartet. Um 13:30 Uhr kamen wir in Bergheim an. EmpfangUm 15:00 Uhr nahmen wir an einem Empfang mit der Bürgemeisterin von Bergheim, dem Vorsitzenden des SSK Kerpen, dem Organisator des Wettkampfes Axel Eggert und weiteren Gästen teil. Wir nach kurzen Ansprachen der Bürgemeisterin, von Josef Riefert und Volker unterhielten wir uns über die Besonderheiten des Inlineskatens der Blinden und über den Behindertensport allgemein. Der SSK Kerpen hat sich zur besonderen Aufgabe gmacht, behinderte Sportler in seine Reihen aufzunehmen. So sind am Sonntag nicht nur die blinden undsehbehinderten Sportler sondern auch Sportler der Spezial Olympic, geistig Behinderte, mit eigenen Rennen vertreten.

brauhausNach der körperlichen Stärkung im Brauhaus mit einer Nudelparty und Getränken um 18:00 Uhr ging es um 20:00 Uhr im Medio.Rhein.Erft zu einem kulturellen Höhepunkt, einem Millowitsch Theaterstück. Hier durften wir die speziellen kölner Spracheigenheiten und den kölner Humor, zumindest der etwas älteren Generation, erleben. Die Rückkehr zu Fuß brachten uns etwas in Bewegung und bei den lauen Temperaturen unterhielten wir uns in einem Sitzkreis im Freien, bevor wir uns auf die Matten in der Großsporthalle GM zur Ruhe begaben.

Nach dem von Josef vorbereiteten und gestiften tollen Frühstück führen wir zur Rennsüprecke nach Kerpen Sindorf. Leider konnten wir keinen Pavillion mitnehmen und so mußte uns die vorsorglich mitgenommene Sonnencreme vor der Sonneneinstrahlung bei Temperaturen von über 25 Grad Celsius schützen. Durch leichte Schleiherwolken und kräftigen Wind waren die Temeraturen erträglich und wir konnten uns an einem Standplatz auf der mitgebrachten Plane soweit es ging gemütlich machen und die Zeit bis zum Start um 14:30 Uhr vertreiben. Die Begleitläufer aus der Region (Josef, Wolfgang, Alex und Frank) waren mit dabei bzw. kamen nach und nach dazu. Jana und Michael vom Speedteam Nürnberg waren unsere eigenen Begleitläufer. Volker hatte die Funktion als Begleitläufer von Martha an Frank Weber aus Düsseldorf, der erstmals diese Aufgabe warnahm, übergeben, da er sich dem Tempo nicht mehr gewachsen fühlte und der Dreck in der stürmischen Luft sein Sehvermögen erheblich beeinträchtigte. Es starteten somit:

  • Simon Bienlein Aktive m B1 mit Begleitläuferin Jana Ziemainz
  • Eugen Riske AK30 m B2 mit Begleitläufer Wolfgang Schubert
  • Martha Kosz Aktive w B1 mit Begleitläufer Frank Weber
  • Matthias Landgraf AK30 m B1 mit Begleitläufer Michael Müller
  • Leila Nemati AK30 w B2, Begleitläufer Josef Riefert
  • Johannes John AK30 m B2 mit Begleitläufer Alex Lippmann

Ein Quantensprung gelang Johannes John, der den bisher von seinem Nürnberger Vereinskollegen Eugen Riske gehaltenen Deutschen Rekord bei den Senioren der Altersklasse 30 und Schadensklasse B2 von 1:13 h auf unter 57 min verbessern könnte. Matthias Landgraf verbesserte seinen eigenen Rekord bei den Senioren AK 30 B1 um fast 8 min auf 1:03.19 h, und Martha Kosz konnte ebenfalls ihren eigenen Altersklassenrekord bei den Aktiven B1 um fast 40 s verbessern. Zusätzlich gelang es Eugen Riske, bei den Senioren AK 30 B2 die Silbermedaille zu holen.

Das Rennen von Martha wurde per GPS aufgezeichnet und kann beispielsweise hier dokumentiert werden.
AUSWERTUNG
Martha und Frank gingen das Rennen recht flott an und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 21 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von 25,7 km/h war das Ziel, die Einstundenmarke zu knacken erreichbar. Nach 2,3 km wurde es eng und bei dem Führartwechsel stürzte Martha. Nicht durch die kurze verlorene Zeit sondern durch die Angstblockade im Kopf und den Zeitverlust beim Getränkeflaschenfischen, der wegen der heißen Temperaturen notwendig war, reduzierten sich die Durchschnittszeiten auf ca. 17 km/h. Dass noch körperliche Reserven vorhanden waren, zeigten die beiden letzten vollen Runden, in der das Tempo wieder etwas erhöht werden konnte. Die Bereiche der Aufpflasterung wurden erstaunlicherweise flott ohne Tempoeinbrüche überfahren. Tempoeinbrüch erzeugte die scharfe Kurve nach dem Zielbereich und die Durchfahrt der zwei weiteren Kreisverkehre, neben den Kurven des Rundkurses. Durch die Hitze und den starken Wind war der Rundkurs schwieriger zu durchfahren als im Jahr 2010. Die Verbesserung der Zeiten aller Teilnehmer ist auf diesem Hintergund besonders zu positiv würdigen. Auf einem geraden unproblematischen Straßenkurs sind daher die Zeit von unter einer Stunde für die Teilnehmer zu erreichen. Die Führtechnik für Starter ind der Startklasse B1 im Windschatten muss noch vervollkomnet werden. Frank hat uns hier wertvolle Tipps zur Verbesserung der Technik gegeben.

SiegerehrungAlles in allem eine augezeichnete gelungene Veranstaltung von der wir gegen 22:30 Uhr in Nürnberg zurückkehrten. Wir hoffen zukünftig, Konkurrenz von außerhalb Nürnbergs zu bekommen. .

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